11 natürliche Hausmittel gegen Lippenherpes

Gegen Lippenherpes – oder genauer den Herpes Simplex-Virus – gibt es in der Apotheke verschiedene antivirale Medikamente, die beispielsweise Aciclovir enthalten. Diese Virustatika sind zwar ausgesprochen wirkungsvoll, haben jedoch oft Nebenwirkungen. Um zu verhindern, dass die Herpes-Behandlung mit anderen unerwünschten Beschwerden einhergeht, empfiehlt sich der Einsatz alter Hausmittel gegen Lippenherpes, die schon unsere Großeltern kannten.

Ihre Wirksamkeit ist zwar oft nicht durch klinische Studien nachgewiesen, aber zeigt sich in jahrhundertealtem Erfahrungswissen. Die Hausmittel verhindern zwar den Ausbruch des Herpes nicht, aber helfen, die Beschwerden zu lindern und verkürzen die Dauer der Virus-Erkrankung entscheidend. Für sie gilt grundsätzlich: Je früher man sie auf die betroffene Stelle aufträgt, desto schneller helfen sie. Am besten verwendet man dazu ein Wattestäbchen, das man nach einmaliger Anwendung entsorgt.

Der Herpes Simplex-Virus

Herpes wird meist durch die Viren-Stämme HSV-1 (Lippen, Mund und Nase) und HSV-2 (Genitalien) ausgelöst. Das HSV-1 Virus tragen etwa 90% aller Menschen, HSV-2 zirka 30% in sich. Die Viren sind meist harmlos. Der Ausbruch der Infektion zeigt sich im Auftreten von schmerzhaften Bläschen auf Haut und Schleimhaut, die mit einer klaren virushaltigen Flüssigkeit gefüllt sind. Erste Symptome eines Lippenherpes sind Spannungsgefühl, Jucken und Kribbeln. Der Herpes-Ausbruch klingt dann ab, wenn die Bläschen austrocknen – was spätestens 2 Wochen nach der Erstreaktion passiert. (1)

11 natürliche Hausmittel gegen Lippenherpes

Die meisten der im Folgenden aufgeführten alten Hausmittel helfen nicht nur beim weit verbreiteten Lippenherpes, sondern auch bei Genital-Herpes.

Nr. 1 Honig

Die Wirksamkeit von Honig bei der Bekämpfung von Herpes Simplex wurde durch zahlreiche In-Vitro und In-Vivo Versuchsreihen nachgewiesen. Honig enthält anti-mikrobielle Wirkstoffe, die die Vermehrung der Herpes-Viren hemmen und sie letztendlich abtöten. Noch wesentlich effizienter ist Manuka Honig. Er enthält einen hohen Anteil an Methylglyoxal. Der Patient betupft mit ihm alle 2 bis 3 Stunden das Herpes-Bläschen. Da Manuka Honig das Bläschen fest verschließt, kommt es nicht zur Ausbreitung der Viren. Außerdem wird der Heilungsprozess damit stark beschleunigt.

Nr. 2 Propolis

Ein weiteres praxiserprobtes Hausmittel gegen Lippenherpes ist Propolis, ein Bienen-Erzeugnis, das ebenfalls anti-mikrobiell wirkt. Seine Effizienz ist allerdings von seiner Zusammensetzung abhängig und wird von Herkunft, Jahreszeit und Bienenart bestimmt. Die in diesem Nahrungsergänzungsmittel enthaltenen Flavonoide stärken noch zusätzlich das Immunsystem des Herpes-Patienten. In einer Studie konnte die Verwendung von Propolisextrakt zudem eine bessere Wirkung zeigen als der in der Schulmedizin meist eingesetzte Wirkstoff Aciclovir. (2)

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Nr. 3 Teebaumöl

Das Öl des australischen Baumes hat anti-mikrobielle und antibakterielle Eigenschaften. Einmal pro Stunde auf die von Herpes betroffene Stelle aufgetragen – ein winziges Tröpfchen reicht schon aus – verhindert es die Vermehrung der Viren. Teebaumöl kann man außerdem schon präventiv einsetzen. Um der besseren Wirksamkeit willen verwendet man es ausschließlich in hoch konzentrierter Form.

Nr. 4 Bittersalz (Magnesiumsulfat)

Bittersalz eignet sich vor allem zur Behandlung von Herpes-Bläschen in der Genital-Region, aber auch betroffene Stellen am Mund lassen sich hiermit behandeln. Dazu schüttet man 1/4 bis 1/2 Tasse Magnesiumsulfat in warmes Badewasser oder 1 TL in einen tiefen Teller mit warmem Wasser. Nach dem 10 bis 20-minütigen Aufenthalt in der Badewanne verschwindet der Juckreiz, da Bittersalz die in Mitleidenschaft gezogene Haut beruhigt. Außerdem werden die Herpes Schmerzen gelindert.

Nr. 5 Schwarzer Tee 

Die hohe Tannin Konzentration im Schwarztee wirkt desinfizierend und antiviral und sorgt für schnelle Linderung der Herpes Beschwerden. Zuerst wird der Tee aufgekocht und muss dann einige Minuten abkühlen, damit man sich nicht die Haut verbrennt. Dann presst man den warmen Teebeutel 4 bis 5 Minuten lang auf die betroffene Stelle. Der Juckreiz lässt umgehend nach. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte der Teebeutel jedoch immer warm sein. Die schnellsten Heilerfolge erhält man, wenn man ihn so häufig wie möglich auf das noch frische Herpes-Bläschen drückt.

Nr. 6 Aloe Vera Gel 

Auch die subtropische Pflanze Aloe Vera gehört zu den ältesten Hausmitteln gegen Herpes. Allerdings darf sie dazu nur in hochkonzentrierter Dosierung eingesetzt werden. Am besten wirkt sie in einer 0,5-prozentigen Dosis. Ist das Herpes Bläschen bereits aufgeplatzt und die Wunde kurz davor, sich zu entzünden, wirkt Aloe Vera Salbe oder Gel innerhalb weniger Stunden und verkürzt den Heilungsprozess spürbar.

Nr. 7 Knoblauch

Auch die übelriechenden Knoblauchzehen sind als antivirales Helfer gegen unansehnlichen Bläschen ausgesprochen wirksam. Sie wirken am besten, wenn der Herpes Patient die frisch aufgeschnittene Knoblauchzehe auf das noch nicht prall mit hoch-infektiöser Flüssigkeit gefüllte Bläschen presst.

Nr. 8 Zinksalbe

Zinksalbe ist effizienter als die vielfach als bestes Hausmittel gegen Herpes gepriesene Zahnpasta, da heutzutage die wenigsten Zahncremes Zink enthalten und genau dieser Wirkstoff zur Behandlung des Herpes benötigt wird. Zinksalbe wirkt zwar weder antiviral noch antibakteriell, aber umschließt die nässenden Bläschen umgehend und trocknet sie so schnell aus, dass der Heilungsprozess bald einsetzt. Im Gegensatz zu Zahnpasta reizt Zinksalbe die ohnehin schon stark beanspruchte infizierte Hautpartie nicht. Außerdem ruft sie nicht wie Zahnpasta bei manchen Anwendern eine unerwünschte Hautreaktion, Jucken oder Brennen hervor.

Nr. 9 Eiswürfel

Eiswürfel können zwar Herpes nicht heilen, helfen jedoch, die Vermehrung der Viren zu hemmen. Im Anfangsstadium der Erkrankung in ein sauberes Tuch eingewickelt und für 30 Sekunden auf die infizierte Stelle gelegt, bremsen sie die Virusausbreitung, da sich Herpes Viren in kaltem Milieu nicht wohlfühlen. Die Anwendung sollte so häufig wie möglich mit einem frischen Tuch wiederholt werden. Nicht zu empfehlen ist die Behandlung mit Eiswürfeln, wenn die Virus Infektion jedoch schon in vollem Gange ist und sich die Bläschen schon gebildet haben.

Nr. 10 Alkohol in hochkonzentrierter Form

Mindestens 70%-iger Alkohol, der mehrmals täglich aufgetupft wird, desinfiziert die betroffene Stelle und kühlt sie, sodass sie nicht mehr juckt und kribbelt. Allerdings brennt die infizierte Stelle, wenn sie mit dem hochkonzentrierten Alkohol in Kontakt kommt.

Nr. 11 Gewürznelken

Auch Gewürznelken, die die meisten Menschen nur zur Weihnachtszeit aus den Küchenschränken hervorkramen, wirken wie viele andere Naturheilmittel Viren-hemmend und haben sogar antioxidative Eigenschaften. Dafür verantwortlich ist der sekundäre Pflanzenstoff Eugeniin. Eine klinische Studie belegt, dass Gewürznelken sogar Herpes Viren, die gegen das häufig verordnete Aciclovir resistent waren, effektiv abtötete. (3)

Weitere Hausmittel gegen Herpes

Ebenfalls wirkungsvoll sind Ringelblumen-Öl, Salzlösung, Backpulver und rote Meeresalgen. Patienten, die lieber auf „Nummer Sicher“ gehen wollen, sei eine Rundum-Behandlung ihrer Herpes-Erkrankung angeraten: Im Frühstadium der Krankheit, wenn sich die Bläschen noch nicht prall mit Virus-Flüssigkeit gefüllt haben, kühlt man die betroffene Stelle mit einem Eiswürfel und trocknet danach die Bläschen mit Teebaumöl aus. Nun tötet man die Herpes Viren mit warmen Schwarztee-Beuteln ab und heilt die Wunde anschließend mit Manuka Honig oder Zinksalbe. Nach etwa 48 Stunden sind die lästigen Bläschen vollständig verschwunden.

Wer regelmäßig unter Herpes Ausbrüchen leidet, sollte möglichst folgende Nahrungsmittel meiden: Schokolade, stark zuckerhaltige Lebensmittel, Fruchtsäfte, saure Speisen, künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Energy Drinks. Auch der häufige Konsum von Natur-Joghurt und eine Darm-Sanierung mit Bentonit und – bei starker Übersäuerung des Organismus – basische Bäder können dem schmerzenden, ansteckenden Übel präventiv vorbeugen.

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