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8 realistische Wege, um Cellulite zu reduzieren

Artikelquelle: Paleo Hacks

Welche Frau wünscht sich keine straffen Beine und einen knackigen Po? Seitdem wir täglich makellose Körper auf Instagram, Facebook & Co. sehen, rückt das Tabuthema Cellulite wieder in den Fokus des weiblichen Interesses. Auch die Industrie weiß, wie sie von den unschönen Dellen profitieren kann und bringt ständig neue, erfolgsversprechende Anti-Cellulite Mittel auf den Markt. Tatsächlich geben allein Frauen in den USA im Jahr umgerechnet fast 6 Milliarden Euro aus in der Hoffnung auf eine schnelle Lösung gegen die Orangenhaut. Wissenschaftliche Studien können dabei keinem Produkt eine nachweisliche Wirksamkeit bescheinigen [1].

 

Der Ursache von Cellulite auf der Spur

Die unschönen Dellen auf der Haut werden durch eine unglückliche Art der Fettspeicherung hervorgerufen. Bedingt durch die weiblichen Sexualhormone werden die Fettreserven bei Frauen insbesondere unter die Haut an Oberschenkeln und Po gelenkt. Etwa 80-90% aller erwachsenen Frauen teilen dieses Schicksal – doch muss man sich deshalb auch damit zufriedengeben und es einfach als „normal“ akzeptieren?

Die Regale von Apotheken, Drogerien und Kosmetik-Geschäften sind voll von Pillen, Cremes oder Peelings, so dass man davon ausgeht, die Ursachen für Cellulite seien bekannt. Dabei sieht die Realität ganz anders aus! Forscher auf der ganzen Welt zerbrechen sich immer noch den Kopf daran, was genau hinter der dellenüberzogenen Haut der meisten Frauen steckt. Am wahrscheinlichsten ist, dass mehrere Faktoren die Entstehung begünstigen: Ein Überschuss am weiblichen Sexualhormon Östrogen, ein schlechter Lymphfluss, aber auch die Ernährung, der Lebensstil und genetische Faktoren kommen in Frage.

Anatomisch gesehen ist der große Unterschied zwischen Männern und Frauen der Aufbau einer Kollagenschicht im Bindegewebe, der sogenannten fibrösen Septa. Diese Schicht verläuft bei Männern diagonal, bei Frauen hingegen senkrecht, was das Vordringen der unteren Fettschichten erleichtert.

Doch kein Grund zur Sorge – es gibt auch preiswerte Methoden, um Cellulite nachweislich zu reduzieren. Wunderwirkungen darf man sich nicht erhoffen, aber je nach dem Schweregrad der Dellen, wird man mit den folgenden 8 Möglichkeiten eine merkliche Verbesserung erzielen:

  1. Schluss mit dem Rauchen 

Die meisten Menschen wissen nicht, dass Rauchen eindeutig mit einem erhöhten Cellulite-Risiko verknüpft ist [2]. Greifst du auch gerne zur Zigarette? Dann solltest du schleunigst die Finger davon lassen (oder deinen Zigarettenkonsum zumindest einschränken) und mit dem Rauchen aufhören, bevor du dich an eine der anderen Methoden wagst.

 

  1. Gewichtsreduktion

Je höher die Zahl auf der Waage über dein Normalgewicht klettert, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass du unter Orangenhaut leidest. Allerdings konnten Studien zeigen, dass Cellulite durch eine Gewichtsabnahme deutlich zurückgehen kann [3]. Mit den folgenden beiden Strategien erhältst du konkrete Tipps, wie du leichter Gewicht verlieren kannst.

 

  1. Eine gesunde Ernährung

Ernährung, Lebensstil und Bewegung sind wohl die wichtigsten Faktoren, die zur Entstehung von Cellulite beitragen oder sie eben auch reduzieren können. Leidest du unter Übergewicht, spielt vor allem deine Blutzucker-Balance und die Kontrolle des Insulinspiegels eine Rolle, um Fett abzubauen und deine untere Körperhälfte von den fiesen Fellen zu befreien [4]. Tipps für eine ausgewogene Ernährung, die den Blutzucker im Gleichgewicht hält, sind:

  • Vermeide verarbeitete und einfache Kohlenhydrate und Zucker, die deinen Blutzucker in die Höhe treiben
  • Reduziere den Konsum stärkehaltiger Lebensmittel, wie Brot, Zerealien, Kartoffeln, Pasta und Reis, die besonders kohlenhydratreich sind, allerdings nicht lange sättigen
  • Iss mehr mageres Eiweiß zu deinen Mahlzeiten, z.B. Geflügel oder mageres, rotes Fleisch, Fisch und Milchprodukte
  • Erhöhe den Anteil gesunder Fette in deiner Ernährung: Kokosnussöl, Avocado, Olivenöl öder Nüsse sind eine gute Wahl
  • Nährstoffreiches Gemüse solltest du 4-5x täglich zu dir nehmen, um viele Ballaststoffe aufzunehmen und Heißhunger zu verhindern

  1. Mehr Bewegung

Auch wenn Sport und Bewegung Cellulite nicht vollständig beseitigen, unterstützen sie den Abbau von Körperfett, wodurch die Dellen in der Haut weniger zum Vorschein kommen. Von vielen Menschen hört man, dass sie keine Zeit für ausgiebige Sporteinheiten haben, dabei ist stundenlanges Training überhaupt nicht nötig, um Fett zu verbrennen und etwas Gutes für die Gesundheit zu tun. Bring beispielsweise mehr HIIT-Trainings (High Intensity Intervall Trainings) in deinen Alltag ein – diese Art des Trainings nimmt in der Regel nur 10-20 Minuten in Anspruch, bringt deine Fettverbrennung allerdings auf Trab.

Wie wäre es mit folgendem Programm: 30 Sekunden gibst du Vollgas beim Seilspringen oder bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht (Ausfallschritte, Kniebeugen etc.), dann machst du 90 Sekunden Pause und gehst entspannt auf der Stelle. Wiederhole dies 5-8x, so dass dein Training eine Gesamtdauer von 10-16 Minuten hat. Davor und danach solltest du 2-3 Minuten in moderater Geschwindigkeit auf der Stelle joggen [5]. Aber auch längere Ausdauereinheiten bei niedriger bis mittlerer Intensität, z.B. Walken, sind ideal geeignet, wenn man Gewicht verlieren möchte. Lass das Auto gerne einmal stehen und leg die Strecke stattdessen mit dem Rad oder zu Fuß zurück – vorausgesetzt, sie ist nicht allzu lang.

 

  1. Ausreichend viel trinken

Deinen Körper mit genügend Wasser zu versorgen ist extrem wichtig, denn Wasser wird für die allermeisten Stoffwechselvorgänge benötigt und kann auch helfen, der unschönen Orangenhaut entgegenzuwirken. Zudem werden so die Filter-Organe, wie Nieren und Leber, besser durchgespült und die Ansammlung von Schadstoffen, die zur Entstehung von Nierensteinen führen können, wird verhindert. Zwischen den Mahlzeiten ausreichend viel zu trinken, hilft auch gegen Heißhungerattacken und übermäßiges zwischendurch Essen. Je 20 kg Körpergewicht solltest du mindestens einen halben Liter Flüssigkeit – vor allem Wasser und ungesüßten Tee- zu dir nehmen. Falls du sportlich aktiv bist, darf es auch gerne noch etwas mehr sein.

 

  1. Die richtige Verhütungsmethode 

Solltest du mit einer „Anti-Baby-Pille“ verhüten, ist Vorsicht geboten, denn diese Pillen können ungewollte Konsequenzen haben: Gewichtszunahme und das Anreichern von Cellulite. Einige Pillen stören außerdem das Gleichgewicht der „guten“ und „schlechten Darmbakterien, wodurch Entzündungen, Verdauungsprobleme und Heißhunger entstehen können. Falls du diese Symptome kennst oder sich dein Körper stark verändert hat, seitdem du eine Verhütungs-Pille einnimmst, solltest du zusammen mit deinem Frauenarzt alternative Verhütungsmethoden in Betracht ziehen [6].

 

  1. Hydrotherapie

Bei der Hydrotherapie kommt der Wechsel von heißem und kaltem Wasser zum Einsatz, um die allgemeine Gesundheit zu fördern und auch Cellulite zu mindern. Dieser Effekt geht angeblich durch eine Anregung des Kreislaufs und eine höhere Blutzirkulation zurück, da sich die Blutgefäße durch den Temperaturwechsel abwechselnd zusammenziehen und weiten. Dadurch wird der Lymphfluss gefördert und ein Stau der Lymphflüssigkeit, was ebenfalls zu Cellulite führen kann, wird verhindert. Die Hydrotherapie kannst du ganz einfach zuhause durch Wechselduschen ausprobieren: Starte mit 2 Minuten duschen mit heißem Wasser, dann wechselst du für 30 Sekunden zu deutlich kälterem Wasser. Beginn bei den Füßen und arbeite dich langsam zum Oberkörper hoch. Diesen Zyklus wiederholst du insgesamt 3x und schließt mit kaltem Wasser ab. Am Anfang mag das etwas ungewohnt und unangenehm sein, aber es wirkt extrem belebend und du bekommst einen kleinen Energieschub.

  1. Regelmäßige Massagen

Eine spezielle Lymph-Massage, die das gesamte Immunsystem und den Blutfluss anregt, hilft erwiesenermaßen, das subkutane Unterhautfett zu reduzieren. Der erhöhte Lymphfluss in den unteren Körperregionen transportiert Ablagerungen und Schadstoffe aus dem Gewebe und verhilft so, das Erscheinungsbild zu verbessern [7]. Auch wenn diese Wirkung wissenschaftlich bestätigt wurde, darfst du nicht erwarten, mit bloßem Auge eine rapide Veränderung festzustellen. Aber kombinierst du die oben vorgestellten Methoden, wirst du mit Sicherheit eine Verbesserung feststellen.

 

Es gibt keine schnelle Lösung oder gar ein Allheilmittel gegen die unansehnliche Orangenhaut. Trotz der vielen verschiedenen und meist teuren Behandlungsmethoden können Veränderungen des Lebensstils, der Bewegung und der Ernährung dir die besten Erfolge bringen. Diese Resultate sind vielleicht nicht von heute auf morgen sichtbar, aber wenn du nach und nach diese Veränderungen übernimmst und beibehältst, wirst du auf lange Sicht die positiven Effekte hiervon merken.

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