ENTHÜLLT ᐅ Onychomykose erkennen und mit diesen 5 Mitteln…

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Ihre Fingernägel oder Zehennägel verfärben sich bräunlich-gelb und fangen an, sich zu verdicken? Vermutlich haben Sie einen Nagelpilz. Fachleute sprechen von einer Onychomykose. In Deutschland ist jeder Achte davon betroffen. Am Anfang scheint die Erkrankung noch ganz harmlos. Doch die Pilzinfektion breitet sich immer weiter aus. Irgendwann fängt der infizierte Nagel an zu bröckeln. Wir erklären, wie es zu der Pilzinfektion kommt und was Sie dagegen tun können.

Sichtbare Zeichen einer Nagelpilzinfektion

Nagelpilze werden überwiegend durch Fadenpilze verursacht. Die Parasiten ernähren sich von Hornsubstanz (Keratin). Daraus bestehen unsere Nägel. [1]

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Gefährlich ist die Erkrankung nicht. Aber sie schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Die Finger- und Fußnägel sehen abstoßend aus. Andere schrecken davor zurück. Das kann die Partnerschaft belasten. Außerdem sind Pilzinfektionen auf andere Menschen übertragbar. Das bedeutet Ansteckungsgefahr für Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn und Kollegen.

Es ist mit einer Nagelpilzinfektion in fortgeschrittenen Zustand kaum noch möglich, unbeschwert am Alltagsleben teilzunehmen. Darum sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen, wenn Sie bei sich einen Nagelpilz vermuten.

Sichtbare Anzeichen einer Nagelpilzinfektion:

  • Der Nagel wirkt verformt. Teilweise hebt er sich vom Nagelbett.
  • Der infizierte Nagel riecht unangenehm.
  • Der Nagel ist verdickt und brüchig.
  • Es kommt zu Schuppenbildung unter dem Nagel.
  • Auf dem Nagel zeigen sich weiße oder gelbe Streifen.
  • Die Ecken oder Spitzen bröckeln ab.
  • Am Nagelboden sind gelbe Flecken zu sehen.
  • In fortgeschrittenem Stadium kann es zu Nagelverlust kommen.

Wie kann ich sicher sein, dass ich einen Nagelpilz habe?

Da gibt es nur eine Möglichkeit: Gehen Sie zum Arzt.

Warum entwickelt sich eine Onychomykose?

Pilze mögen es warm und feucht. In einer Umgebung dieser Art gedeihen sie besonders gut. Die gleichen Pilze, die Leistenflechte, Fußpilz und Ringelflechte verursachen, sind auch für Nagelinfektionen verantwortlich.

Sie können die Pilze bereits längere Zeit im oder am Körper haben. Vielleicht haben Sie sich aber auch bei jemandem angesteckt, der eine Pilzinfektion hat. Übrigens: Pilzinfektionen greifen häufiger auf die Zehen über als auf die Fingernägel. Das liegt an den Schuhen. Füße sind darin häufig über lange Zeit warm und feucht. Optimale Lebensbedingungen für Pilze.

Suchen Sie regelmäßig ein Nagelstudio auf? Werden Ihre Füße durch eine Fußpflegerin versorgt? Fragen Sie nach, ob die Geräte vor der Behandlung desinfiziert werden. Durch Hilfsmittel wie Nagelknipser können sich Pilzinfektionen von Mensch zu Mensch verbreiten.

Nagelpilze…

  • entwickeln sich in einem feuchten, warmen Klima.
  • betreffen öfter die Zehennägel als die Fußnägel.
  • sind übertragbar.

Wer ist besonders gefährdet?

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Nagelpilzinfektionen.

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Zu den Risikofaktoren für eine Onychomykose gehören:

  • Diabetes mellitus
  • Durchblutungsstörungen
  • Ein Lebensalter über 65 Jahre
  • Das Tragen von künstlichen Nägeln
  • Besuche im öffentlichen Schwimmbad, in der Sauna oder im Fitness-Studio
  • Verletzungen am Nagelbett
  • Feuchte Finger oder Zehen
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Das Tragen von geschlossenen Schuhen

Männer leiden häufiger unter Nagelpilz-Infektionen als Frauen. Bei Erwachsenen tritt die Onychomykose öfter auf als bei Kindern. Erwachsene über 65 haben das höchste Erkrankungs-Risiko. Das liegt an ihrer schlechteren Durchblutung. Außerdem werden die Nägel mit zunehmendem Alter dicker.

Wie wird eine Nagelpilzinfektion behandelt?

Der Arzt verschreibt Ihnen in den meisten Fällen ein Antimykotikum. Es muss oral eingenommen werden.

Diese Medikamente kommen in Frage:

  • Terbinafin (Lamisil)
  • Itraconazol (Sporanox)
  • Fluconazol (Diflucan)
  • Griseofulvin (Gris-Peg)

Außerdem gibt es antimykotischen Nagellack. Sie können ihn auftragen wie „normalen“ Nagellack. Es kann Monate dauern, bis der Pilz verschwindet. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Pilzinfektion komplett aus dem Körper verschwindet.

In beinahe der Hälfte aller Fälle kommt die Nagelpilzinfektion wieder zurück.

Tipps zur Vorbeugung von Nagelpilzinfektionen

Am besten sorgen Sie dafür, dass Sie keine Pilzinfektion bekommen.

Ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen helfen Ihnen dabei:

  • Pflegen Sie Ihre Fuß- und Fingernägel: Halten Sie Ihre Nägel sauber und benutzen Sie eine fettende Hand- und Nagelcreme.
  • Vermeiden Sie Verletzungen am Nagelbett.
  • Tragen Sie beim Abwaschen Gummihandschuhe. Ihre Hände sollten möglichst nicht lange feucht sein.
  • Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Duschen oder Baden gründlich ab. Denken Sie dabei an die Bereiche zwischen den Zehen.
  • Desinfizieren Sie nach Besuchen im Schwimmbad und in der Sauna Ihre Füße: Nutzen Sie die dafür verfügbaren Sprüher.
  • Laufen Sie im Fitness-Studio möglichst nicht barfuß.
  • Tragen Sie offene oder zumindest luftdurchlässige Schuhe.
  • Greifen Sie zu Spezialsocken, die Feuchtigkeit absorbieren.
  • Verzichten Sie auf künstliche Fingernägel.

Wie groß sind die Chancen auf Heilung?

Es handelt sich um eine langwierige Erkrankung. Bei manchen Menschen ist die Onychomykose schwer zu heilen. Es kommt vor, dass Medikamente wirkungslos bleiben. Selbst wenn die Mittel anschlagen: Der Nagelpilz kann jederzeit wiederkommen.

Die wichtigsten Komplikationen bei einer Nagelpilzinfektion sind…

  • das Wiederauftreten der Infektion,
  • eine Verfärbung des infizierten Nagels,
  • ein dauerhafter Verlust des betroffenen Nagels,
  • die Ausbreitung der Infektion auf andere Bereiche des Körpers und möglicherweise die Blutbahn.

Welche Alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt zwar eine Reihe von Medikamenten gegen Onychomykose. Sie bekommen einige Mittel sogar ohne Rezept in der Apotheke. Aber sie haben teilweise unangenehme Nebenwirkungen.

Natürliche Hausmittel sind eine sichere Alternative. Sie können versuchen. Wir stellen Ihnen fünf verschiedene Möglichkeiten vor. Probieren Sie aus, was Ihnen hilft!

1. Apfelessig

Dem Apfelessig werden zahlreiche gesundheitliche Vorteile nachgesagt. Er soll von Schluckauf befreien und eine Gewichtsabnahme unterstützen. Auch bei der Bekämpfung von Nagelpilzen gilt er als überaus wirksam. Das ist seinen natürlichen, antimykotischen Eigenschaften zu verdanken.

Wenn Sie einen Zehennagelpilz haben, wird Ihr Nagel alkalischer. Pilze gedeihen in einer alkalischen Umgebung. Sie breiten sich immer weiter aus. Irgendwann erfassen sie sämtliche Zehen. Ein Grund, aus dem Apfelessig funktioniert: Er hilft, das pH-Gleichgewicht des Nagels und der umgebenden Haut wiederherzustellen.

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Ein Fußbad mit Apfelessig gegen Onychomykose

Behandeln Sie Ihren Zehennagelpilz mit einem Apfelessig-Fußbad zu Hause. Sie brauchen dafür nur eine Wanne, Apfelessig und warmes Wasser.

So wird’s gemacht:

  1. Geben Sie zu gleichen Teilen Apfelessig und Wasser in die Wanne.
  2. Rühren Sie die Mischung gut um.
  3. Tauchen Sie Ihre Füße in die Lösung. Sie sollten vollständig bedeckt sein. Lassen Sie das Apfelessig-Wasser-Gemisch mindestens 15 Minuten einwirken.
  4. Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Fußbad gründlich ab.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang zweimal täglich.

Tipp: Verwenden Sie biologischen, nicht-pasteurisierten Apfelessig. Sie sollten Schwebeteile in der Flasche sehen. Keine Sorge: Der Essig ist nicht schlecht. Es handelt sich dabei um Enzyme und darmfreundliche Bakterien.

2. Wick VapoRub

Ein eher ungewöhnliches Mittel gegen Onychomykose ist Wick VapoRub. Gerade, wenn sich Ihr Nagelpilz noch im Anfangsstadium befindet, kann Ihnen die Erkältungssalbe helfen. Thymol, ein Bestandteil von Wick, soll das Wachstum von Pilzen hemmen. Das bestätigt eine Studie mit 18 Testpersonen. Die Probanden behandelten Ihren Zehennagelpilz mit Wick VapoRub. Im Abstand von vier, acht, 12, 24, 36 und 48 Wochen wurden sie zu ihren Erfolgen befragt. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden Fotos gemacht. Immerhin 15 der 18 Teilnehmer (83 Prozent) erzielten gute Effekte nach 48 Wochen. [2]

So wird’s gemacht:

  1. Waschen und trocken Sie Ihre Füße und Fußnägel beziehungsweise Ihre Hände und Fingernägel.
  2. Tragen Sie Wick VapoRub zwei- bis dreimal täglich großzügig auf die infizierten Bereiche auf.

3. Teebaumöl

Kennen Sie Teebaumöl? Das ätherische Öl ist für seine antimykotischen und antiseptischen Eigenschaften bekannt. Es soll gut geeignet für die Wundbehandlung sein. Es stammt überwiegend aus der australischen Pflanze Melaleuca alternifolia. In Australien wird es seit rund 100 Jahren verwendet. Einige kleinere Studien legen nahe, dass Teebaumöl gegen Zehennagelpilze wirksam sein könnte.

So wird’s gemacht:

  1. Waschen und trocken Sie Ihre Füße und Fußnägel.
  2. Tragen Sie das Teebaumöl zweimal täglich mit einem Wattestäbchen direkt auf die infizierten Fußnägel auf.

4. Oregano-Öl

Wie Wick VapoRub enthält Oregano-Öl Thymol. Thymol besitzt antimykotische und antibakterielle Eigenschaften. Darum könnte auch Oregano-Öl ein wirksames Mittel zur Behandlung von Nagelpilzen sein. [3]

So wird’s gemacht:

  1. Waschen und trocken Sie Ihre Füße und Fußnägel beziehungsweise Ihre Hände und Fingernägel.
  2. Bringen Sie das Oregano-Öl zweimal täglich mit Wattestäbchen direkt auf die infizierten Nägel auf.

5. Borax

Borax ist ein natürliches Mineral. Es wird aus getrockneten Salzseen gewonnen. Man findet es hauptsächlich in Kalifornien und in der Türkei. Laut dem Gesundheitsportal Health Science tötet Borax alle Arten von Pilzen. Es soll besonders effektiv gegen Zehennagelpilz und Fußpilz sein. [4]

So wird’s gemacht:

  1. Mischen Sie Borax-Pulver mit Backpulver und Wasser. Das Ergebnis sollte eine dickflüssige Paste sein.
  2. Befeuchten Sie Ihre Füße und Fußnägel.
  3. Tragen Sie die Borax-Paste zweimal täglich auf Ihre Zehennägel auf.

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